Willkommen bei unserer Baugenossenschaft

Wir freuen uns, daß Sie sich für unser Unternehmen interessieren. Auf den folgenden Seiten informieren wir Sie über unsere Geschäftsfelder, unseren Wohnungsbestand, über aktuelle Neubaumaßnahmen und Vieles mehr. Für Fragen bei Ihrer Wohnungssuche stehen wir Ihnen gerne zu Verfügung, hier finden Sie unsere Kontakte.

Wir sind eine von 2.000 deutschen Baugenossenschaften in Deutschland, die gesamt über zwei Millionen Wohnungen und über drei Millionen Mitgliedern verfügen. Die ältesten Genossenschaften (siehe auch unsere Chronik) stammen noch aus der Frühzeit des Genossenschaftsgedanken und sind über 100 Jahre alt. Doch damals wie heute gilt, dass viele wirtschaftlich Schwache gemeinsam eine große Kraft haben. Und auch in Zukunft soll gelten, dass gemeinsames Handeln den Einzelnen stärkt und dass aus solcher Erkenntnis ein Stück angewandter Demokratie entstehen kann.

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Wichtiger Hinweis zu unseren Bürozeiten

WICHTIGE INFO: Aus Infektionsschutzgründen bleibt unser Büro für den regulären Parteiverkehr bis auf Weiteres geschlossen. Während der Geschäftszeiten sind wir jedoch unter der bekannten Telefonnummer und Mailadresse für Sie erreichbar. Unsere Hausmeister sind weiterhin im Einsatz und unter den bekannten Telefonnummern erreichbar. Auch hier bitten wie den Kontakt auf notwendige und dringende Fälle zu beschränken. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Die Situation vor 1919

pic1Lassen Sie uns dazu zunächst die Wohnsituation der Arbeiter im vorletzten Jahrhundert betrachten: Anfang des 19. Jahrhunderts begann die Industrialisierung die Gesellschaft in West- und Mitteleuropa radikal zu verändern. Rationalisierte Produktionsabläufe wurden eingeführt, Maschinen und technische Neuerungen erlaubten eine Produktivität, mit der das traditionelle Handwerk nicht mehr konkurrieren konnte. Die neuen Industriezentren benötigten immer mehr Arbeiter. Moderne Produktionsweisen veränderten auch die Arbeit auf dem Land. Tausende Arbeitskräfte wurden hier freigesetzt, die nun Arbeit in den Städten suchten.

Gleichzeitig kam es zu einer enormen Bevölkerungsexplosion. Durch höhere hygienische Standards und eine bessere medizinische Versorgung sank die Kindersterblichkeit und die Lebenserwartung erhöhte sich merklich. In den wenigen Jahrzehnten zwischen 1875 und 1910 stieg die  Bevölkerungszahl in Deutschland von rund 40 auf 65 Millionen Menschen.

Trotz des hohen Bedarfs seitens der neuen Industrie gab es ein Überangebot an Arbeitskräften. Durch Arbeitslosigkeit und schlechte Arbeitsbedingungen, geringe Löhne und fehlende soziale Absicherung bei Krankheit und Alter entstand eine neue Unterschicht. Und permanent strömten neue Menschen auf der Suche nach Arbeit in die Industriezentren der Städte. So auch in den bayerischen Metropolen München Augsburg und Nürnberg.  Der Wohnungsmarkt konnte den Ansturm bei weitem nicht auffangen. Die Wohnsituation in den Städten wurde immer schwieriger. Sie war ohnehin desolat gewesen und nun im Laufe dieser Entwicklungen wurde sie katastrophal.

pic2Das Wohnungsangebot zum Ende des 19 Jahrhunderts rekrutierte sich in den Städten übrigens vorwiegend aus sogenannten Terraingesellschaften in Form der Aktiengesellschaften und vermögenden Privatleuten die mangels vorhandener staatlicher Absicherung sogenannten Rentenhäuser unterhielten. Für beide Anbietergruppen war es jedoch rentabler, große Wohnungen für Beamte und Wohlhabende zu bauen. Kleinwohnungen für Arbeiter rentierten sich nicht in dem Maße, da zu viel Fläche für Treppenhäuser und Allgemeinflächen benötigt wurde. Zudem scheute man den Verwaltungsaufwand und das Mietausfallrisiko.

Die „Minderbemittelten“, wie damals die sozial benachteiligten Bevölkerungsschichten genannt wurden, zogen in die engen Gassen der Altstädte. Zugige Dachböden und feuchte, dunkle Keller wurden als Wohnraum genutzt. In welchen Verhältnissen die Menschen damals lebten, verdeutlicht die Definition von Überbelegung zur Jahrhundertwende. Eine Wohnung galt als überbelegt, wenn sie mit mehr als fünf Personen pro beheizbarem Raum bewohnt war. Dennoch waren in vielen deutschen Städten mehr als 20 Prozent der Wohnungen überbelegt.

Um die Mieten aus den geringen Arbeiterlöhnen überhaupt finanzieren zu können, wurden die Räume der beengten Wohnungen oft zusätzlich untervermietet, oder es wurden Betten an sogenannte Schlafgänger vergeben. Einen Schlafplatz teilten sich dann mehrere Personen im Schichtbetrieb, so dass in argen Fällen bis zu 30 Personen in einer Wohnung  hausten.

Räumliche Enge und schlechte hygienische Bedingungen waren der beste Nährboden für die Entstehung und die schnelle Verbreitung von Krankheiten wie Tuberkolose und Cholera. Hierüber waren sich die Wissenschaftler Robert Koch und Max von Pettenkofer einig und forderten unter dem Motto „Mehr Licht und Luft“ eine Verbesserung der Wohnverhältnisse der Arbeiter.

Zwar war die Wohnungsmisere bekannt, die Betroffenen waren allerdings kaum in städtischen und staatlichen Gremien vertreten und die Verwaltungen kümmerten sich nur sehr zögerlich um eine Verbesserung der Wohnsituation. Zu lange vertraute man auf die Selbstregulierungskräfte der Märkte. Doch im Verlauf des 19. Jahrhunderts setzte ein Umdenken ein, denn das Elend war schließlich deutlich sichtbar. Die „sittliche und wirtschaftliche Hebung der arbeitenden Klasse“ wurde ein gesellschaftliches Ziel und die Wohnungsmisere zu einem der wichtigsten Aspekte der sozialen Frage und so entstanden seit Mitte des 19. Jahrhunderts die ersten Wohnungsgenossenschaften. Die Idee der Genossenschaft kam aus Großbritannien. Dort schlossen sich in Folge der Industrialisierung die unter den Veränderungen leidenden Menschen zusammen. So sollten die Risiken des wirtschaftlichen Handelns auf mehrere Schultern verteilt werden.

Nach den Grundsätzen von Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung wurden auch in Deutschland erste Genossenschaften gegründet. Eng verbunden mit der Genossenschaftsbewegung sind hierbei die Namen Ferdinand Lassalle, Hermann Schulze-Delitzsch , Friedrich Wilhelm Raiffeisen und   Viktor Aime´ Huber, welcher die genossenschaftliche Idee auf das Problem der Wohnungssuchenden aus den einfacheren Bevölkerungsschichten anwandte. Im Jahre 1871 wurde die erste bayerische Baugenossenschaft in München gegründet.

Der Staat betrachtete die Baugenossenschaften anfangs mit Skepsis. Als die Regierung aber erkannte, dass die Genossenschaften einen wichtigen Beitrag zur Bewältigung der sozialen Probleme leisten konnten, begann der Staat, das Genossenschaftswesen zu fördern und erließ im Jahre 1889 das bis heute gültige Genossenschaftsgesetz. Einen herben Rückschlag erlebte die Wohnungsfrage mit Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 und der Wohnungsneubau kam nahezu vollständig zum erliegen und nach Kriegsende 1918 war wie bereits vorhergesehen die Wohnungsnot erneut eklatant.

Hunderttausende Soldaten kehrten aus dem Krieg zurück. Zahllose Menschen flüchten aus dem jetzt französischen Elsass-Lothringen und aus den an Polen abzutretenden Ostgebieten in das Deutsche Reich, andere kehrten aus den ehemals deutschen Kolonien zurück oder verliessen die von den Alliierten besetzten Gebiete. Tausende aufgeschobene Eheschließungen wurden nun nachgeholt und führten zum Wunsch nach Haushalts- und Familiengründungen. Der Staat versuchte die angespannte Situation zu entschärfen und legte mit einer Verordnung vom 29. April 1919 das gesamte Vermietungs- und Vermittlungsgeschäft  mit der so genannten Zwangsbewirtschaftung in die Hand der Gemeinden. Doch allein diese waren mit der gegebenen Situation heillos überfordert und die genossenschaftliche Idee erlebte einen regelrechten Boom, so dass allein in Bayern im Jahr 1919 150 neue Baugenossenschaften gegründet wurden, und in diese  so typische Gründungswelle fällt auch die Gründung der Baugenossenschaft Friedberg eG.

Weiter mit den Jahren 1919 bis 1920

Die Wohneinheiten der Baugenossenschaft Friedberg

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Hier finden Sie ausführliche Infos über unsere gesamt 282 Wohneinheiten

>> Frühlingstraße

>> Eckherstraße

>> Geistbeckstraße

>> Wiffertshauser Straße

 

Für eine detailierte Auflistung bitte auf die Karte klicken.

 

Unser großes Neubauprogramm der nächsten Jahre - die Erneuerung des Wohnquartiers Frühlingstraße

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Um der dauerhaft anhaltenden starken Nachfrage nach gutem, sicheren und bezahlbarem Mietwohnraum in Friedberg nachzukommen haben Aufsichtsrat und Vorstand in gemeinsamer Sitzung beschlossen, nach Abschluss des Neubauprojekts „Südlich der Wiffertshauser Straße“ nun die Erneuerung des „Wohnquartiers an der Frühlingstraße“ ins Auge zu fassen.

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7. August 2020: Spatenstich für die Erneuerung des Wohnquartiers "Frühlingstraße"

spatenstich 01Ein Großteil der Häuser in der Frühlingsstraße ist nahezu 100 Jahre alt und aufgrund seiner baulichen Mängel nicht mehr erhaltungswürdig. Eine Generalsanierung ist wirtschaftlich nicht machbar. Es bleibt nur der Abriss der Gebäude. Die Grundstücke stellen jedoch einen bedeutenden Teil des Vermögens der Baugenossenschaft dar. Hier sind stille Reserven in einer Größenordnung von mehreren Millionen Euro gebunden. Das Architekturbüro Wolfgang Rockelmann & Kollegen hat zusammen mit dem Büro Brugger Landschaftsarchitektenfür Pläne für die komplette Erneuerung des Wohnquartiers Frühlingstraße erstellt, mit dem Spatenstich am 7. August 2020 ist der offizielle Beginn dieser großen Baumaßnahme erfolgt. Bei herrlichem Wetter betonten Vorstand Günther Riebel, Bürgermeister Roland Eichmann und der Landtagsabgeordnete Peter Thomaschko die Bedeutung dieser 100 neu entstehenden Wohnungen für die Baugenossenschaft und auch für die Stadt Friedberg. Da durch die Corona-Bestimmungen eine größere Feier nicht zu realisieren war, konnten die Bewohner mit ihnen übergebenen Gutscheinen Brathendl, Brezen und Bier abholen und es sich zuhause in ihren Gärten, auf Balkonen und Terrassen schmecken lassen. Vielen Dank an dieser Stelle für das Verständnis und die Mithilfe.

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Unsere Baumaßnahme Erneuerung des Wohnquartiers Frühlingstraße in chronologischen Bildern

fruehlingstr 21 10 2020 02Hier zeigen wir Ihnen den aktuellen Stand unserer Baumaßnahme zur Erneuerung des Wohnquartiers Frühlingstraße in der zeitlichen Abfolge der Arbeiten.

Für das Neubauprojekt sind hohe Ziele gesteckt: In einer ausgewogenen Mischung aus frei finanziertem und öffentlich gefördertem Mietwohnungsbau soll Wohnraum für alle Generationen, für Familien, Singles, Alleinerziehende, Paare und Senioren entstehen. Dabei stellt der Gartenstadtcharakter der Frühlingstraße mit seinen guten Nachbarschaftsbeziehungen ein wesentliches Merkmal dar, welches zu erhalten gilt. Ganz wichtig für die Bewohner ist zu wissen, dass niemand Angst vor einer ungerechtfertigten Kündigung haben muss! Zum einen wird sich die Baumaßnahme in vielen Einzelbauabschnitten über viele Jahre hinweg erstrecken. Zum anderen wird für jeden Bewohner zum gegebenen Zeitpunkt durch Umsetzung oder vorübergehenden Umzug die individuell passende Lösung gefunden werden. Das Architekturbüro Wolfgang Rockelmann & Kollegen hat zusammen mit dem Planungsbüro Brugger_Landschaftsarchitekten eine ausgewogene Planung erstellt.  

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25 Jahre Günther Riebel Mitglied des Vorstandes

guenther ehrennadel Für seine 25 Jahre währende Tätigkeit als Mitglied des Vorstandes der Baugenossenschaft und seine Verdienste um die genossenschaftliche Wohnungswirtschaft erhielt Günther Riebel von Verbandsdirektor Hans Maier die große Ehrennadel der Wohnungwirtschaft Bayern überreicht.

Ehrung für Günther Riebel

ehrung friedbergEine große Ehrung erfuhr unser Vorstand Günther Riebel am 16. Oktober 2019. Friedbergs Erster Bürgermeister Roland Eichmann verlieh ihm die Verdienstmedaille der Stadt Friedberg mit Wappennadel in Silber. Günther Riebel erhielt diese Auszeichnung für seinen langjährigen Einsatz als Vorstand der Baugenossenschaft Friedberg und als Vorstand des Kinderheimvereins.